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Alle Artikel von Axel John

bLOGbuch Stories behind…

Die loretta Story

Wild at heart: Sie hat schon ganze Familien ernährt, wilde und zahme Gewässer befahren, den Bauch randvoll mit Gütern oder Passagieren, Stahlgewitter und militärischen Tritt erduldet, gute und schlechte Zeiten erlebt, kurz, über 100 Jahre Geschichte begleitet .
1913 als Frachtschiff für Binnengewässer und den küstennahen Bereich gebaut, soll das Schiff mit Heimathafen Hamburg gleich im Kriegsgetümmel der Jahre 1914-1918 gelandet sein. Wann sie nach Kiel kam, ist ungewiss. Uns gefällt die Version, dass revoltierende Matrosen sie 1919 unter freibeuterischen Fahnen zur Heimfahrt genutzt haben. In Krieg und Frieden hat wohl so mancher illustre Kerl der Weltgeschichte seinen Fuß an Bord gesetzt – und ist leider nicht vom Klabautermann geholt worden.

Lütte Deern: In den 1980er Jahren kauften vermögende hanseatische Kaufleute das Schiff, tauften sie auf den leicht zickig anmutenden Namen „Cäcilie“ und machten sie – ja, tatsächlich – zum Lustschiff. Der nächste Eigner fand an Bord so manche Amateuraufnahme, die nicht jugendfrei war und sogar beim Umbau 2015 kamen noch eingeschweisste Gummi-Zeugnisse vergangener Tage zum Vorschein.

Auf zu neuen Ufern: In Kiel war die MS Cäcilie lange als zivilisiertes Clubschiff unterwegs, befuhr unter Captain Peter die Ostsee bis nach Rügen und war Ort fröhlicher Feiern, oft untermalt von Hannes mit dem Schifferklavier. Diese beiden haben die Cäcilie dann auch auf der Fahrt von Kiel nach Celle gemeinsam mit Hansi und Captain zur See Axel seemännisch begleitet.
Im Frühjahr 2015 erhielt Arnold Wachtendorf, als neuer Eigner, vom Vorbesitzer und seiner Crew den Titel „Reeder“ – und stach Ende April 2015 in Kiel in See, oder genauer gesagt, in den Kanal gen Südwesten.
Seit dem 1. Mai 2015 liegt das Schiff nun als ms loretta im Celler Hafen vor Anker.

20.2. – The Consolers – Und dann war der Strom weg…

Beste Stimmung unter Deck, die ms loretta ist ausverkauft, etliche Menschen müssen leider abgewiesen werden. Es lohnt sich also, bei Zeiten an Bord zu gehen! Die Consolers nehmen die Leute super mit, es wird getanzt, glückliche Gesichter. Und dann wird es dunkel. Total dunkel – kompletter Stromausfall. Doch der Drummer spielt weiter, der Refrain wird wiederholt und wiederholt und springt wie ein Funke in die Masse. Geschlagene sechs Minuten war vielstimmig im stockdunklen Schiffsrumpf zu hören: „Summertime Man – Summertime again!“ Und dann ging das Licht wieder an. Sehr cool, die Junx!

Stromlos aber nicht Kopflos…GROSSARTIG..

Posted by Ms – Loretta on Montag, 22. Februar 2016