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Januar 2020

Pictures

Samstag, 18. Januar um 20:30 Uhr
ms loretta, Celler Hafen
Celle, Deutschland
12 €
Pictures

Das Begrüßenswerte am Altern, daran, dass die vorbeistolpernde Zeit irgendwann nur noch als kopfschüttelnd zu betrachtendes Gerumpel und Gerümpel sich präsentiert, ist ja, dass einem selbst nichts weiter übrig bleibt, als sich zurück zu lehnen. Auf der „Höhe der Zeit“ zu bleiben, ist ohnehin niemandem vergönnt, und letztlich ist diese behauptete Höhe ja auch nur tiefste Niederung. Nun hat dieser Schritt nichts mit einem Marsch in die Gedankenfaulheit zu tun, vielmehr bedarf aus weiterhin stetiger Überprüfung eigener Paradigmen: Was, beispielsweise, fällt Dir bei den Worten Classic Rock ein? Abwinken, abwehren dürfte man. Lapidar hieß es in Maze Exlers höflicher Anfrage, ob ich ein paar Zeilen zum neuen Album seiner Band PICTURES schreiben könnte: „Pictures werden ein neues Album veröffentlichen. Getreu dem Motto: Classic Rock.“ Was ist nun damit anzufangen? Classic Rock wird laut Enzyklopädie mit „elektromechanischen Instrumenten wie E-Gitarren“ hergestellt – wahnwitzig! Hilfreicher ist es sicherlich, den Begriff auf die, nun ja, ursprünglichen Disziplinen der „Rockmusik“ anzuwenden, ohne sich auf einen Kontinent oder auf ein Jahrzehnt zu beschränken. Pictures bestehen auch auf ihrem zweiten Album aus Markus Krieg am Bass, Ole Fries an Gitarre & Gesang sowie dem Schlagzeuger Michael Borwitzky und dem Sänger und Gitarristen Maze Exler. Die letzteren beiden spielten bereits zur Jahrtausendwende bei der höllisch abgehenden Rockband Union Youth, in deren Kometenschweif die Band selbst verglühen sollte. Doch die Brachialität der adoleszenten Verzweiflung ist verklungen. Hier vereint sich Britpop aus einer Zeit, als man das Wort noch nicht kannte bzw. noch sagen durfte und Keyboards zum guten Ton gehörten, mit dem melodiösen Selbstverständnis der Flamin‘ Groovies und dem sanften Größenwahn von Boston. In Verbindung mit der Wärme und Tiefe der Produktion von Ole Fries und Thies Neu wird zudem die melodische Ästhetik des Grunge in ein hypermelodisches Rock-Gewand gehüllt. „Can’t Stop Loving“ mit der tief bewegten ersten Zeile „I was sleeping for a thousand years“ präsentiert sich gar in Donovanscher (!) Unbeschwertheit, hingegen sich die Verschiebung des Soundempfindens in eine Siebzigerjahrehaftigkeit auch und besonders in der fleetwodmacschen Aufgeräumtheit von z.B. „Because“ recht kristallklar zeigt. Überhaupt wird die Abgeschiedenheit des geheimnisvollen Bauernhauses, in das sich die Band für zwei Wochen zurückgezogen hat, in der Offenheit des Sounds geradezu sichtbar; macht sich die selbstgewählte Isolation in der Entspanntheit der aufspielenden Musiker bemerkbar. Wäre abgehangen ein nicht gar so verbranntes Wort, man müsste ihm für die Single „Little Girl“, einen famosen, ernsthaften Gitarrenpopsong, eine einmalige Benutzungsgenehmigung erteilen. Nimm dies, Welt. Eine in sich ruhende, stimmige Gitarrenplatte ohne Zinnober.

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Alcuna Wilds

Freitag, 24. Januar um 20:30 Uhr
ms loretta, Celler Hafen
Celle, Deutschland
11 €
Alcuna Wilds

ALCUNA WILDS kreiert atmosphärische Trip-Rock-Musik, kombiniert Ambient-Soundscapes, treibende Beats und starke melodische Riffs, mit sattem, melancholischem Gesang und nachdenklichen Texten.

Ihre neueste EP "Nothing Is Nothing" wurde am 25. Januar 2019 veröffentlicht.
In den letzten drei Jahren hat die Band mehr als 100 Shows in den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland und Belgien gespielt, unter anderem als Support für bekannte Acts wie Sigur Ros (IS), Still Corners (UK), Gallops (UK), Thought Forms (UK), Dralms (CA), Sea Change (NO), Tears & Marble (NL) und Throws (UK). Dazu gehörten Auftritte an einigen der besten Musikstätten der Niederlande, wie AFAS Live (Amsterdam), Vera (Groningen), Patronaat (Haarlem), Ekko (Utrecht) und Hedon (Zwolle) sowie auf Festivals wie Greenbelt Festival (UK), Stroud Fringe Festival (UK), Bevrijdingsfestival Amsterdam (NL), La Truite Magique (BE), Surfana (NL) und Popronde (NL).

Das Debütalbum soll 2020 erscheinen.

www.alcunawilds.com

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Februar 2020

Like Lovers

Samstag, 1. Februar um 20:00 Uhr
ms loretta, Celler Hafen
Celle, Deutschland
Like Lovers

Im Stillen, ungestört, arbeitet der Musikproduzent Jan Kerscher schon seit vielen Jahren an sphärischer Popmusik mit Weltuntergangscharme. Inspiriert von der Absurdität des modernen Lebens wächst sein Soloprojekt Like Lovers zu einer Ton gewordenen, unangenehmen Wahrheit, die uns jetzt einholt. Erschütternd, aber nie ohne Hoffnung. Mit seiner ersten Single „Fall“ veröffentlichte Like Lovers im Mai den ersten Vorboten seines Debütalbums. Das aufwendig animierte Video war anfangs nur von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang zu sehen, ist inzwischen aber jederzeit hier verfügbar: https://youtu.be/kocLRVPuxHg

Nach Produktionen für Bands wie A Tale Of Golden Keys und Munity On The Bounty und der Mitwirkung bei Produktionen von Projekten wie Tristan Brusch, Lion Sphere oder Hannah Epperson geht Jan Kerscher jetzt endlich konsequent auch eigene musikalische Wege. Als Like Lovers macht er sich auf die Suche nach Melodien und Sounds, die zur malerischen Einsamkeit seines Studios im Fränkischen Seenland nicht besser passen könnten. Dabei lässt die textliche Sinnsuche in Zwischenmenschlichem und Gesellschaftlichem jedoch keineswegs auf soziale Abgeschiedenheit schließen: Durch ständige Reisen als Produzent und den Kontakt zu Musiker*innen aus aller Welt scheint Jan Kerscher so etwas wie ein Guckloch in die Emotionen von Menschen zu besitzen.

Im Jahr 2019 wird die jahrelange Arbeit nun endlich in einer in einer ersten wegweisenden Veröffentlichung münden. Mit neuen Songs kommt Like Lovers als Band im Herbst 2019 auf die Bühnen zahlreicher Städte. Dort wird sich dann ein eindringlicher Sound mit großen Popmelodien, ausgeklügelten elektronischen Sounds und vielen Emotionen entfalten.

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Imperial Thunfisch (Psychedelic Indie Rock aus Belgien)

Samstag, 8. Februar
ms loretta, Celler Hafen
Celle, Deutschland
Imperial Thunfisch

Imperial Tunfisch kommen aus Belgien. Psychedelic Indie-Rock, der melancholische Klänge mit elektronischen Samples paart. Die Musiker, alle Anfang 20, fühlen sich musikalisch dort zuhause, wo Indie auf psychedelische Momente trifft, Dynamik sich ins Unermessliche steigert und sich Töne als Ausdruck lebendiger Emotionen manifestieren.

Die junge Band freut sich mit neuem Material auf ihre erste, eigene Headliner Tour. Seid dabei!

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Suzan Köcher`s Suprafon

Samstag, 22. Februar um 20:30 Uhr
ms loretta, Celler Hafen
Celle, Deutschland
10 €
Suzan Kocher

Suzan Köchers erstes Album „Moon Bordeaux“ erschien vor zwei Jahren und war eine Mischung aus Sixties-Beat, Folk und düsterem Chansonpop. Während der "Mond-Bordeaux" noch hell scheint, beginnt Suzan Köcher mit ihrer Band Suprafon das zweite Kapitel ihrer psychedelischen Reise.

Für ihr neues Album "Suprafon", welches in Austin/Texas aufgenommen wurde, hat die Sängerin aus dem Rheinland ihren musikalischen Kosmos um Psychedelic Rock, Westcoast-Pop, Krautrock und sogar Spuren von Shoegaze und Postrock erweitert. Inspiriert von einer Reise nach Prag schrieb sie einen Liedzyklus, der auch ihrer Band und dem Album einen Namen gab: "Suprafon".

Die Nuancen von Krautrock, Psych-Folk und French Pop schweben durch die Songs Suprafons, die aufregend und locker zugleich sind. Durch ihre vielen Konzerte hat die Band sie einen einzigartigen Sound entwickelt, der von Suzan Köchers magischer Stimme, eindringlichen Melodien, spannenden Experimenten und einem beeindruckenden Arsenal alter rostiger Instrumente angeheizt wird, die ihren Klang in allen Schattierungen von welkem Glanz färben.

Suzan Köcher's Suprafon lädt ein in eine Welt, die noch Zeit für unvergessliche Erlebnisse hat.

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März 2020

Hermetik (tanzbarer Weird-Pop / Post-Punk aus Vancouver)

Samstag, 7. März
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Me And My Two Horses (spannendes Musikprojekt von Kristina Teresa Drecksler zwischen Dark Folk und Noise)

Freitag, 20. März
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April 2020

Darjeeling (Alternative Kraut-Rock aus Wuppertal)

Freitag, 17. April
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Mai 2020

Marcess und Die Band der Stunde (Indie-Akustikpop von hier)

Freitag, 1. Mai
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Scorbüt (Chansons mit Caroline du Bled, deutsch-französische Freundschaft zu 75 Jahre Kriegsende)

Freitag, 8. Mai
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